Magistrale des 21. Jahrhunderts

Das neue Herz

Der City-Tunnel Leipzig ist ein entscheidender Baustein für die Neuordnung des Eisenbahnverkehrs im Großraum Leipzig. Mit seiner Inbetriebnahme am 15. Dezember 2013 kann das Nahverkehrssystem in der Region grundlegend neu organisiert werden. Denn der City-Tunnel schafft eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Südraum der Stadt und dem Hauptbahnhof im nördlichen Stadtzentrum.

Mussten bisher die Züge auf der Nord-Süd-Achse die Leipziger Innenstadt großräumig umfahren, geht es künftig direkt darunter hindurch. Auf diese Weise macht der City-Tunnel Leipzig den gesamten regionalen Zugverkehr schneller, effizienter und komfortabler für die Fahrgäste: Damit verbessern sich grundlegend die regionalen Schienenanbindungen sowie die verkehrliche Erschließung der Stadt Leipzig.

Durch die schnelle Nord- Süd-Achse unterhalb des Leipziger Zentrums verkürzt sich die Gesamtfahrtzeit auf einigen Strecken um bis zu 40 Minuten.

Gebaut werden vier unterirdische Stationen:

sowie zwei oberirdische Stationen in Leipzig:

Darüber hinaus wurden im Eisenbahnknoten Leipzig umfangreiche Baumaßnahmen umgesetzt, um den City-Tunnel Leipzig voll in das Leipziger Eisenbahnnetz zu integrieren. Dazu zählten beispielsweise die komplizierte Einbindung der nördlichen und südlichen City-Tunnel-Ausfahrten in die bestehende Gleisinfrastruktur, der Neubau und die Sanierung von Haltepunkten oder die Netzergänzenden Maßnahmen inklusive der Elektrifizierung des Streckenabschnitts zwischen Borna und Geithain.

Zusammen mit dem City-Tunnel Leipzig nimmt auch das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz (MDSB) seinen Betrieb auf, das den Schienenpersonennahverkehr völlig neu organisiert. Die Zusammenführung und Neustrukturierung der bisherigen S-Bahn-, Regionalbahn- und Regional-Express-Linien schafft insgesamt sechs S-Bahn-Linien, die sich durch einen dichten, integrierten Taktfahrplan auszeichnen.

Der City-Tunnel Leipzig bietet die große stadtplanerische Chance, den Innenstadtbereich für den Schienenpersonennahverkehr zu erschließen und einen entscheidenden Schritt zur Vernetzung wichtiger Stadtbereiche zu gehen. Erst das abgestimmte effektive Zusammenspiel aller Verkehrssysteme mit ihren spezifischen Produkten wird in der Zukunft dazu beitragen können, den weiter wachsenden Herausforderungen des Mobilitätsverhaltens im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zufriedenstellend zu begegnen.

Bauherren sind der Freistaat Sachsen und die Deutsche Bahn AG.

Freistaat Sachsen
Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA)

Deutsche Bahn AG
Regionalbüro Kommunikation Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Operationelles Programm Verkehrsinfrastruktur 2000–2006
Operationelles Programm Verkehr EFRE Bund 2007–2013

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Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung